Ernst Tappe - Business Coaching
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Der Name Tappe :

Wie entstand der Name Tappe eigentlich, was verbirgt sich hinter diesem Namen? Wir wollen ein wenig in der Geschichte nachforschen.

Erste Spuren des Namen Tappe findet man im Jahre 1595. In diesem Jahr meldete sich in Blomberg ein Buerger Christoffer Tappen und bat um einen Buergerbrief. Normalerweise wurde diese Bitte von nur von jemanden gestellt, der sich selbststaendig machen oder heiraten will.

War das bei Ihm auch der Fall? Von seinen Eltern wissen wir wenig. Wo lebten Sie? Hatte er Geschwister. Wir werden es wohl nie mit Sicherheit erfahren. Ein Zufall half uns. In einem Salbuch 1614-1620 erfahren wir, dass Christoff Tappen von Beruf Müller war.

Unser Hauptinteresse gilt aber den Tappen selbst, deren Name sich in 500 Jahren kaum verändert hat und in deren Familie nie der Mannesstamm ausstarb. Letzteres ist eine bemerkenswerte Seltenheit.

Liegt der Stammsitz der Tappen in Sonneborn? Noch heute gibt es in Soneborn suedlich der B1 nach Hameln eine Hoehe, die "auffen Tappen" heisst, und bis vor ein paar Jahren nannte man die Bewohner des dortigen Hofes "Bergtappen". In Sonneborn lebte der letzte Tappe bis etwa 1900 auf den Tappen.

Unsere Vermutung bestätigt sich, dass Christopher Tappe, der von der Stadt Blomberg einen Bürgerbrief 1595 erhielt, vom Stammhof in Sonneborn stammte. Die Vornamen seiner Blomberger Nachkommen gleichen nämlich sehr denen seiner Sonneborner Vorfahren.

Christopher Tappe war also Müllermeister und ihm folgten mehrere Generationen, die dieses Handwerk betrieben. Auch wurden Sägemuehlen betrieben.

Tappen waren, wie frueher allgemein in den Familien, recht vermehrungsfreudig. Sieben bis acht Kinder waren keine Seltenheit. Die Töchter gingen "weg wie warme Semmel", d.h. sie wurden frueh von gutsituierten Buergersöhnen geheiratet, und mancher Müllergeselle versuchte, durch eine Tappentochter in die Mühle einzuheiraten. Tappen Söhne liebten das Handwerk.

Am liebsten beschäftigten sie sich aber mit dem Holz. Sie wurden Zimmermeister. 1734 finden wir den Zimmermann Christoph Tappe, der erste aus der holzverarbeitenden Zunft. Also ueber 275 Jahre arbeiteten sie mit diesem Material.

Auch andere handwerkliche Berufen waren bei den Tappen sehr beliebt, z.b. Schuhmacher, Schreiner, Zimmerer, Baecker und Fuhrleute.

Auch heute noch ist der Name Tappe ein Begriff in Blomberg und Umgebung. Es gibt teilweise mehr Tappen in Blomberg als z.b. Meier oder Mueller. In allen Berufen sind die Tappen heute taetig.

In vielen Staedten Deutschlands findet sich der Name Tappe, aber nie so konzentriert wie in der Stadt Blomberg. Auch im Ausland und in Uebersee sind Tappen zu finden. Ob es viele Tappen im Mittelalter oder bei den weiteren grossen Auswanderungswellen nach Uebersee verschlagen hat, wissen wir nicht.


Quelle: Buch: Die Familie Tappe in der Stadt Blomberg